Schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetik

Aufdrucke wie "Ohne Parabene", "Ohne Konservierungsstoffe", "Ohne Silikone", "Ohne Duftstoffe" oder "Ohne Aluminiumsalze" sind auf Kosmetikprodukten immer häufiger zu finden. 

Reicht eine solche Kennzeichnung aus? NEIN. Diese Angabe zeigt lediglich an, dass bei der Herstellung auf bestimmte Stoffe verzichtet wurde.

Welche Inhaltsstoffe sollten NICHT in der Kosmetik sein, wenn Sie Ihre Haut gesund erhalten möchten.

Schädliche Inhaltsstoffe in der Kosmetik auf einen Blick, die Sie meiden sollten:

  • Mikroplastik
  • Nanopartikel
  • allgemein Duft- und Konservierungsstoffe
  • Aluminiumsalze
  • Benzophenon
  • Parabene
  • Formaldehyd
  • Weichmacher (vor allem Phthalate und Propylene)
  • Emulgatoren (vor allem PEG und Tenside)
  • Silikone
  • Mineralöle (vor allem Parrafine und synthetisches Glycerin)

Mikroplastik (synthetische Polymere)

In diversen Pflegeprodukten finden sich Mikroplastik, beispielsweise in Creme, Haarspray, Reinigung, Shampoo, Seife, Peelings und Sonnenschutz, um die Konsistenz zu verbessern oder eine peelende Wirkung zu erzielen. 

In Begriffen wie Acrylate Copolymer (AC), Polyamiden (Nylon-6, Nylon-12, PA), Polyethylene (PE), oder Crosspolymer (ACS), Polypropylene (PP), Polystyrene (PS), Polyrethane (PUR) kann sich Mikroplastik verbergen. Mikroplastik ist ein Problem. Es gelangt über die Kosmetikprodukte ins Abwasser und von dort in die Umwelt, wo es Tieren und Pflanzen nachhaltig schädigt und gefährdet.

Nanopartikel

Nanopartikeln sind Elemente, die nur zwischen 1 und 100 Nanometer groß sind. Oft sind sie in Creme mit UV-Schutz und Make-up zu finden, da ihnen auch pflegende Eigenschaften zugesprochen werden. Es wird vermutet, dass Nanopartikel sich ungünstig auf die Gesundheit auswirken können, weshalb synthetische Nanopartikel in Kosmetik verboten werden sollen.

Duftstoffe

Kaum ein herkömmliches Produkt, das keine Duftstoffe enthält. Der Wunsch nach gut riechenden, alle Sinne erfrischenden Deos, Cremes, Parfums oder Duschgels ist verführerisch. Viele dieser Stoffe lösen Allergien bzw. allergische Reaktionen wie Juckreiz, Bläschenbildung oder Rötungen aus.  Wenn Sie sensible Haut haben, sollten Sie darauf verzichten.

Duftstoffe sollen krebserregend sein und die Leber schädigen. Dies wird gerade überprüft. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, werden sie möglicherweise in Zukunft vom Markt verschwinden.

In Kosmetika werden Duftstoffe einzig mit dem Begriff "Parfum" ausgewiesen. Lediglich 26 stark allergene Zugaben müssen explizit gekennzeichnet werden. Dazu gehören unter anderem folgende:

  • Limonene
  • Citral
  • Eugenol
  • Farnesol
  • Coumarin
  • Citronellol
  • Cinnamal

 

Detaillierte Auflistung schädlicher Inhaltsstoffe 

Diese Übersicht gibt Ihnen einen guten Überblick über Ingredienzien in Kosmetika, die möglicherweise eine schädliche Wirkung haben. Es werden die INCI Bezeichnung angegeben, diese können auch auf der Verpackung stehen.

Aluminiumsalze / Aluminium

Wirkung: Aluminiumsalze sind meistens in Deos, um das Schwitzen zu verhindern und um Flecken unter den Achseln auf der Kleidung zu vermeiden. Aluminium verschließt die Poren und hemmt die Schweißbildung.

Folge: Aluminium reizt die Haut. Es besteht der Verdacht, dass durch die Ansammlung in der Brustdrüse, das Risiko für Brustkrebs erhöht wird und die Entstehung von Alzheimer gefördert wird. Das hat viele Hersteller dazu veranlasst, Deos ohne Aluminium zu produzieren, die oftmals mit der Aufschrift "Ohne Aluminium" oder "0 % Aluminium" beworben werden. Verbraucher bemängeln allerdings, dass diese nicht denselben Schutz bieten wie die Deos mit Aluminium.

INCI-Bezeichnung: Alaun, Aluminium Chloride, Aluminium Stearate, Alumina, Aluminium Powder, CI77000

 

Benzophenone

Wirkung: Sie werden meist als UV-Filter in Sonnenschutz Produkten, in Make-up, in Anti-Aging-Produkten und in allerhand anderen Pflegeprodukten verwendet. Benzophenone werden meist nur als winzige Nanopartikel zugefügt. Sie würden sonst einen weißen Film auf der Haut hinterlassen. Dies allein reicht aus, um den Körper zu belasten.

Folge: Benzophenone und daraus hergestellte Zusätze können Allergien auslösen und zu Hautreizungen führen. Es wird vermutet, dass sie hormonelle Auswirkungen haben und Krebs begünstigen.

INCI-Bezeichnung: Benzophenone-1 bis -4, Butyl Methoxydibenzoylmethane Oxybenzone, 4-Methylbenzylidene Camphor

 

Parabene (Konservierungsstoff)

Wirkung: Sie besitzen antimikrobielle und fungizide Eigenschaften. Das bedeutet, dass sie der Entstehung von Pilzen und Mikroorganismen wie Bakterien entgegenwirken und die Entwicklung von Mikroorganismen einschränken. Aus diesem Grund kommen sie in Kosmetik in der Regel als Konservierungsmittel zum Einsatz.

Folge: Es wird angenommen, dass Parabene ähnlich wie Östrogene und damit hormonell wirken und die Entwicklung von Krebs fördern. Über Pflegeprodukte aufgenommen, können sie sich im Körper anreichern und Schäden verursachen. Dies wurde bisher nur in Tierversuchen nachgewiesen und wurde noch nicht abschließend auf den Menschen übertragen.

INCI-Bezeichnung: Isobutylparaben, Btylparaben, Propylparaben, Isopropylparaben, Methylparaben, Ethylparaben, Phenylparaben, Pentylparaben

 

Formaldehyd (Konservierungsstoff)

Wirkung: Es wird Kosmetika als Konservierungsmittel beigesetzt, um Produkte haltbarer zu machen. Meist findet es Verwendung in Creme, Make-up, Deo, Nagellack, Shampoo, Haarfarbe und flüssiger Seife.

Folge: Formaldehyd kann stark reizend auf die Haut wirken und die Hautflora nachhaltig beschädigen. Aufgrund ihrer hautreizenden Wirkung müssen Formaldehyde in einer höheren Konzentration als 0,05 % im Endprodukt daher explizit auf der Verpackung ausgewiesen werden. Beispielsweise kann Triclosan nicht abgebaut werden. 

INCI-Bezeichnung: Quaternium-15, Sodium Hydroxymethylglycinate, 2-Bromo-2-Nitropropane-1, 3-Diol, Hexamidine Diisethionate, Triclosan, Formaldehyd, Methanal, Methylaldehyd, Oxymethan, Formalin, Formol, Formylhydrat, Bronopol, Hydantoin, 2,4-Imiazolidinedione, 5-Bromo-5-nitro-1,3-dioxane, Methenamine, Diazolidinyl Urea, Imidazolidinyl Urea

 

Emulgatoren (PEG – Polyethylenglycol / Tenside)

Wirkung: Sie bewirken, dass sich verschiedene Inhaltsstoffe in Kosmetik miteinander verbinden. Es entsteht eine cremige Textur, welche das Auftragen der Produkte besonders angenehm macht. PEG wird häufig in Kosmetikprodukten verwendet.

Folge: PEG beschränkt sich nicht nur auf die Inhaltsstoffe von Kosmetika, sondern geht auch auf die Haut über. So kann die hauteigene Barrierefunktion beschädigt werden, wodurch wiederum Schadstoffe und Gifte aus der Umwelt einfacher in die Haut gelangen. Diese Substanzen begünstigen das Austrocknen der Haut.

INCI-Bezeichnung: PEG, PPG, Polyethylenglykol, Ceteareth-8

 

Tenside

Wirkung: Sie besitzen hervorragende schäumende und reinigende Eigenschaften. Deshalb werden sie bevorzugt für Kosmetika verwendet. Als sogenannte waschaktive Substanz werden Tenside Shampoos, Zahncreme und Waschmittel zugesetzt.

Folge: Tenside können Haut und Schleimhäute reizen und zum Austrocknung führen. Bei Menschen mit sensibler Haut, kann es zur Irritationen kommen und sie sollten daher auf Tenside verzichten.

INCI-Bezeichnung (häufig Endung auf "-eth"): Sodium-Laureth-Sulfat, Ammonium-Lauryl-Sulfat, Sodium-Lauryl-Sulfat, Sodium-Myreth-Sulfat

 

Silikone

Wirkung: Hierbei handelt es sich um flüssige chemische Kunststoffe, die aus Erdöl gewonnen werden. Sie verleihen Haut und Haaren ein spürbar weiches Gefühl und sorgen dafür, dass sich Pflegeprodukte leicht und geschmeidig verteilen lassen.

Folge: Silikone suggerieren einen Pflegeeffekt (beispielsweise durch einen Film auf der Haut) dies ist jedoch nicht der Fall. Eher legen sich die flüssigen Elemente wie eine Hülle auf die Haut bzw. die Haare, sodass sie weder Sauerstoff noch andere Nährstoffe aufnehmen. Dies kann dazu führen, dass sich das natürliche Hautfett nicht mehr gut verteilt, wodurch Haut und Haare von innen heraus austrocknen, obwohl sie äußerlich schön gesund glänzen. Das Silikon Cyclotetrasiloxane (D4) soll sogar die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

INCI-Bezeichnung (vielfach Endung auf "-methicone", "-"conol" und "-siloxane"): Methicone, Dimethicone, Trimethicone, Amodimethicone, Polysiloxane, Cyclotetrasiloxane (D4), Cyclopentasiloxane (D5) und viele mehr

 

Mineralöle (vor allem Paraffine und synthetisches Glycerin)

Wirkung: Sie sind Abfallprodukte aus der Erdölchemie und bilden oftmals die Basis für Creme, Lotion und Haarpflege und sind in zahlreichen Kosmetikprodukten zu finden.

Folge: Mineralöle wie Paraffine und synthetisches Glycerin ummanteln die Haut und verstopfen die Poren. Die Haut kann nicht mehr richtig atmen kann und wird nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. 

Abkürzungen wie MOSH (gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) und MOAH (aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) stehen für Mineralöl-Verunreinigungen von Pflegeprodukten. Sie gelangen leicht in den Körper, können sich in den Organen ablagern und die Gesundheit langfristig beeinträchtigen (zum Beispiel durch die Entstehung von Krebs).

INCI-Bezeichnung: Mineral Oil, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Petrolatum, Cera Microcristallina, (Microcrystalline) Wax, Ceresin, Ozokerit, Vaseline, Isoparrafin

 

Weichmacher (speziell Phthalate und Propylene)

Wirkung: Sie sorgen für eine cremige Konsistenz von Pflegeprodukten und werden als Feuchthaltemittel genutzt, um Produkte geschmeidig und länger haltbar zu machen.

Folge: Fett- und wasserlösliche Phthalate werden von der Haut aufgenommen und können sich im Organismus vermehren. Dadurch kann beispielsweise die Entstehung von Adipositas und Diabetes gefördert werden, wenn Phthalate die Funktion der Bauchspeicheldrüse beeinflussen. Anscheinend wirken Phthalate stark hormonell und sollen vor allem bei Männern die Fruchtbarkeit hemmen. Weichmacher wie Propylene können Allergien begünstigen, sich im Körper anreichern und innere Organe (zum Beispiel Leber oder Nieren) schädigen.

INCI-Bezeichnung: Diethyl Phthalate, Di-n-Butylphthalat (DBP), Diethylhexyl Phthalate, Propylene Glycol, Methylethylene Glycol, Methyl Ethyl Glycol (MEG), 1,2-Propanediol, 1,2-Dihydroxypropane – oftmals verbergen sich Phthalate auch hinter der Bezeichnung "Alkohol denat."

 

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